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Ratgeber

Schwindel

Unter Schwindel verstehen wir eine Störung, bei der die Betroffenen ein Gefühl des Drehens oder Schwankens beklagen. Häufig kommen Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüche und Schwarzsehen hinzu.

Schwindel kann vielfältige Ursachen haben:

  • Störungen des Innenohres
  • Durchblutungsstörungen
  • Blutdruckschwankungen
  • Reisekrankheit
  • Migräne
  • Unterzuckerung
  • Alkoholmissbrauch
  • Fieber

Anhaltende Schwindelbeschwerden sollten deshalb unbedingt fachärztlich abgeklärt werden, denn es könnte sich um eine ernsthafte Erkrankung handeln und auch die Behandlung der Beschwerden orientiert sich an der Ursache und dem Verlauf der Erkrankung.

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Tinnitus

Was ist Tinnitus?

Ein gelegentliches Pfeifen oder Sausen hat sicher schon jeder einmal erlebt. Solche Ohrgeräusche sind normal und verschwinden in der Regel nach Sekunden oder Minuten. Manchmal treten die Ohrgeräusche auch für Stunden oder Tage auf oder können ganz im Bewusstsein bleiben.

Tinnitus ist eine Hörempfindung, die vom Menschen als Pfeifen, Ohrensausen oder Ohrenklingeln wahrgenommen wird ohne akustische Stimulation von aussen. Diese Geräusche können permanent oder unterbrochen wahrgenommen werden und in unterschiedlicher Intensität oder Frequenz gehört werden. Unabhängig von der Klangqualität wird das Geräusch im Kopf, einem oder beiden Ohren wahrgenommen. Tinnitus ist ein Krankheitssymptom. Der Auslöser kann im Innenohr oder der Hörbahn im Gehirn liegen.

Welche Arten von Tinnitus gibt es?

Objektiver Tinnitus kann auch von unbeteiligten Menschen gehört werden, z.B. vom Arzt mit dem Stethoskop. Er tritt sehr selten auf und ist eine Rarität.
Subjektiver Tinnitus hingegen wird nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen. Er wird zeitlich in einen akuten Tinnitus, ein frisch aufgetretenes Ohrgeräusch mit bis zu 3 Monaten Dauer sowie in einen chronischen Tinnitus, wenn er länger als 6 Monate besteht, unterteilt. Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer Verschlechterung oder Unheilbarkeit. Es bedeutet lediglich, dass andere Behandlungsformen notwendig sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen belastenden (dekompensierten) Tinnitus in einen erträglichen (kompensierten) Tinnitus umzuwandeln.

Wie entsteht Tinnitus? Warum empfinde ich ihn als störend?

Tinnitus kann durch eine Vielzahl von Ohrerkrankungen (Altersschwerhörigkeit, Lärmschäden, Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Tumore) ausgelöst werden. Es ist Aufgabe des Hals-Nasen-Ohrenarztes diese auszuschliessen oder zu behandeln. Eine weitere Erklärung des Tinnitus geht davon aus, dass es zu einer Schädigung der empfindlichen Sinneszellen im Innenohr oder einer Fehlschaltung der Nervenbahnen kommt. Es entsteht ein Signal, welches unser Gehirn keiner äusseren Schallquelle zuordnen kann und unbewusst mit negativen Emotionen wie Angst, Bedrohung oder Gefahr belegt. Das Ohrgeräusch stört!
Die Selbstheilungsrate beim Tinnitus ist mit 70% sehr hoch. Im Laufe der Zeit tritt eine Gewöhnung an das nun nicht mehr neue Signal auf und es wird nicht mehr wahrgenommen oder als nicht mehr störend empfunden.

Welche Behandlung ist für mich möglich?

Im Akutfall führen wir in der Regel eine Infusionsbehandlung mit Kortison unter stationären oder ambulanten Bedingungen durch. Zusätzlich können eine Physiotherapie und Entspannungs- und Ruhemassnahmen sinnvoll sein.
Das können Sie tun:

  • Meiden Sie die Stille.
  • Gönnen Sie sich etwas Gutes, lenken Sie sich mit Ihren Hobbys ab.
  • Stressabbau ist ein wesentlicher Punkt.
  • Benutzen Sie beim Einschlafen akustische Hilfsmittel (Entspannungsmusik, Zimmerbrunnen etc.).


Auch wenn das Ohrgeräusch nach einer erfolgten Behandlung bleibt, können Sie lernen es zu tolerieren und zu überhören. Wir können Ihnen helfen, indem wir eine umfassende fachliche Beratung anbieten, Bewältigungsstrategien aufzeigen oder im Bedarfsfall eine weiterführende psychologische Tinnitusbehandlung in die Wege leiten. Mit der Zeit tritt ein Lernprozess ein und die Belastung durch den Tinnitus wird überwunden.

Leben mit Tinnitus ist möglich!

Anmeldung interdisziplinäre Tinnitussprechstunde:

HNO-Klinik
Kantonsspital Liestal
Rheinstr. 26
4410 Liestal

Tel. 061 925 27 40
Fax 061 925 27 49

Nützliche Links:
www.tinnitus-liga.ch
www.tinnitus-liga.de
www.gesundheitssprechstunde.ch
www.bssv.ch

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Halsschmerzen - Was tun?

Sehr häufig sind Halsschmerzen durch Viren ausgelöst und treten im Rahmen einer allgemeinen Erkältung mit Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und Fieber auf.
In diesem Fall braucht es zur Therapie keine Antibiotika, es genügt oft eine Behand-lung mit warmen Halswickeln, Lutschtabletten, Gurgeln sowie die Einnahme eines Schmerzmittels (z.B. Paracetamol, Mefenazid). Dieses dient gleichzeitig auch der Fiebersenkung. Bei Schnupfen helfen auch abschwellende Nasentropfen, um die Nasenatmung zu verbessern. Diese Nasensprays bzw. -tropfen sollten aber nur we-nige Tage eingenommen werden.

Es gibt auch durch Bakterien bedingte Halsinfektionen, die starke Hals- und Schluckschmerzen mit Fieber verursachen. Sie sind meist ohne begleitende Erkäl-tungssymptome und beeinträchtigen den Allgemeinzustand deutlich.

Liegt eine bakterielle Infektion vor, wird eine Therapie mit einem Antibiotikum (z.B. Penicillin) durchgeführt, um mögliche Komplikationen einer eitrigen Mandelentzün-dung zu verhindern. Sehr wichtig sind zudem eine regelmässige und ausreichende Schmerzmitteleinnahme sowie eine genügende Flüssigkeitsaufnahme.
Unterstützend für den Heilungsverlauf wirken auch symptomatische Massnahmen,
wie Mundspülungen, Halswickel und Gurgeln.

Was sind mögliche Komplikationen einer Angina?

Am gefürchtesten ist die Abszessbildung (Eiteransammlung hinter der Mandel) mit Gefahr des Absinkens des Eiters in Richtung des Halses, des Kehlkopfes sowie des Brustraums.
Hier ist neben der Antibiotikumtherapie auch die dringende operative Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) nötig.

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Heiserkeit

Heiserkeit ist ein unspezifisches Symptom und tritt bei jedem Prozess auf, der die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen beeinträchtigt.
Das können sein:

  • Entzündungen
  • Tumore
  • Missbildungen
  • Funktionelle Stimmstörungen

Bei einer Kehlkopfentzündung schwellen die Schleimhäute im Kehlkopf stark und es kommt neben Halsschmerzen zu einer Heiserkeit, Husten und Schmerzen beim Sprechen. Oft sind diese Beschwerden Teil einer viralen Entzündung der Atemwege aber sie können auch nach einer starken stimmlichen Belastung auftreten oder durch äussere Reizstoffe (Rauch, Kälte, Trockenheit, Hitze) verursacht sein. Zur Behandlung der akuten Kehlkopfentzündung gehört eine strenge Stimmschonung. Warme Halswickel, warme Getränke können die Beschwerden lindern. Die Inhalation von Wasserdampf, Emser Salz oder Heilpflanzenölen, entzündungshemmende, schmerzstillende Lutschtabletten und Mundsprays haben sich als lindernd und heilungsfördernd erwiesen. Um den Kehlkopf zu schonen, ist es sinnvoll, Alkohol und scharfe Gewürze, ebenso zu heisse oder zu kalte Speisen zu vermeiden. Bei schweren Entzündungen muss zusätzlich ein Antibiotikum vom Arzt verordnet werden. Bei einem unkomplizierten Verlauf sollte eine Kehlkopfentzündung nach einigen Tagen vollständig abklingen.

Halten die Beschwerden länger als 3 Wochen an, ist eine genaue Abklärung wegen des Verdachts auf Kehlkopfkrebs nötig!

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